2014 fast eine Million Staukilometer

Veröffentlicht am 17.02.2015

Die vom ADAC veröffentlichte Staubilanz für das Jahr 2014 zeigt die Brandherde: Die Autobahnen A1, A3 und A8. Relativ betrachtet hat Berlin die meisten Staus. Nach absoluten Zahlen liegt NRW klar vorne

Mitte Februar hat der Automobilclub ADAC seine Staubilanz 2014 herausgegeben. Danach gab es auf den deutschen Autobahnen im vergangenen Jahr rund 475.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 960.000 Kilometern. Das vermeldet der ADAC gleich als neuen Rekord in seiner Staubilanz, gesteht aber gleichzeitig das die Ursache für die Rekordzahlen keine Verschärfung der Verkehrslage ist, sondern eine genauere Erfassung.

Die meisten Staukilometer registrierte der ADAC in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (30 Prozent), Bayern (19 Prozent) und Baden-Württemberg (14 Prozent). Freie Fahrt habe man hingegen weitgehend im Osten: Auf die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entfielen zusammen nur sechs Prozent der Staukilometer. Soweit die absoluten Zahlen. Nimmt man jedoch das vorhandene Autobahnnetz als Maßstab, dann stand Berlin sowohl in puncto Staulänge als auch Staudauer mit großem Abstand zum Zweitplatzierten Hamburg an der Stauspitze der deutschen Bundesländer. Unter den Fernautobahnen war die A8 Spitzenreiter mit etwa 150 Kilometer Stau pro Autobahnkilometer. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die A3 (137 km Stau/Autobahnkilometer) und A1 (111 km Stau/Autobahnkilometer).

Auch in der Detailbetrachtung einzelner Abschnitte lag die A8 mit der Strecke Karlsruhe - Stuttgart deutlich vorne. Weitere besonders belastete Stauschwerpunkte waren laut ADAC-Staubilanz die A3 Oberhausen - Köln und die A1 Köln - Euskirchen. Staureichster Monat war - wie in den Jahren zuvor - der Oktober 2014 mit knapp 107.000 Staukilometern, gefolgt von August (102.000 Kilometer) und Juli (101.000 Kilometer). Auch nach Wochentagen kann man die Staudaten gliedern: Die längsten Wartezeiten mussten die Verkehrsteilnehmer im Jahresschnitt an den Freitagen erdulden, die wenigsten Verkehrsstörungen gab es an den Samstagen.